Wilkes-Station, Antarktische Forschungsstation auf der Clark-Halbinsel, Antarktis
Wilkes Station ist eine verlassene Forschungsstation auf der Clark-Halbinsel in der Antarktis, bestehend aus mehreren Clements-Hütten und halbzylindrischen Jamesway-Lagergebäuden. Ein Großteil der Strukturen liegt heute unter dem Eis begraben, und einige Bereiche enthalten noch originale Ausrüstung und Vorräte aus der Betriebszeit.
Die Vereinigten Staaten errichteten die Station 1957 im Rahmen des Internationalen Geophysikalischen Jahres, einer weltweiten wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Australien übernahm die Anlage 1959 und betrieb sie einige Jahre weiter, bevor sie aufgegeben wurde und das Eis langsam die Überhand gewann.
Amerikanische und australische Forscher arbeiteten gemeinsam an dieser Station und teilten sich Geräte sowie Messinstrumente. Diese Zusammenarbeit war in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren ungewöhnlich und zeigt, wie offen der wissenschaftliche Austausch in der Antarktis war.
Die Station ist für den größten Teil des Jahres unter dem Eis vergraben und nur gelegentlich während der Tauperioden teilweise zugänglich. Für einen Besuch sind spezielle Genehmigungen erforderlich, und die Bedingungen vor Ort hängen stark vom Wetter und dem jeweiligen Eiszustand ab.
Auf dem Gelände lagern noch rund 7.000 Fässer Kraftstoff, eingefroren im Eis zusammen mit Ausrüstung, Lebensmitteln und persönlichen Gegenständen der ehemaligen Bewohner. Diese eingefrorenen Überreste machen die verlassene Station zu einer Art Zeitkapsel des frühen antarktischen Forschungsbetriebs.
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