District Six Museum, Sozialgeschichtliches Museum in Kapstadt, Südafrika
Das District Six Museum befindet sich in einem früheren Methodistenkirchen-Gebäude und präsentiert Fotografien, Dokumente und Gegenstände von vertriebenen Bewohnern einer Nachbarschaft. Das Museum zeigt auch einen großen Fußboden mit einer Karte, auf der ehemalige Einwohner ihre früheren Hausorte verzeichnet haben.
Die Geschichte beginnt 1966, als die apartheid-Regierung die Gegend als Wohngebiet nur für Weiße bestimmte und etwa 60.000 Menschen umgesiedelt wurden. Diese erzwungene Verlegung führte zu einer langen Zeit von Verlust und Trauer für die Gemeinschaft, deren Erinnerungen heute im Museum bewahrt werden.
Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Gotteshaus und zeigt die Geschichte einer vielfältigen Nachbarschaft durch die Augen ihrer früheren Bewohner. Die Besucher sehen persönliche Gegenstände, Fotos und Handschriften, die die täglichen Leben der vertriebenen Menschen bewahren.
Das Museum ist Montag bis Samstag von 9 bis 16 Uhr geöffnet und bietet Führungen an, oft geleitet von ehemaligen Bewohnern der Gegend. Diese Besuche ermöglichen persönliche Einblicke und Geschichten, die über die ausgestellten Objekte hinausgehen.
Das Museum erhielt 2003 den Prinz-Claus-Preis für seine Arbeit bei der Dokumentation von Vertreibungsgeschichten und die Förderung von Gemeinschaftsversöhnung. Diese internationale Anerkennung zeigt den globalen Wert der Arbeit für Heilung und Erinnerung.
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