Square Kilometre Array, Radioteleskop-Anlage in Südafrika und Westaustralien
Das Square Kilometre Array ist ein Radioteleskop-Projekt mit zwei Anlagen: SKA-Mid in der südafrikanischen Karoo bei Carnarvon und SKA-Low am Murchison Radio-astronomy Observatory in Westaustralien. SKA-Mid umfasst 197 Parabolantennen von 15 m Durchmesser, weiße Reflektoren auf hellen Stützen; SKA-Low besteht aus 131.072 Breitbandantennen von 2 m Höhe. Der Bau begann am 5. Dezember 2022.
Die Bauarbeiten an diesem Forschungsstandort begannen im Dezember 2022, nachdem die internationale Zusammenarbeit jahrzehntelang vorbereitet worden war. Zuvor entstanden Testanlagen, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.
Der Name bezieht sich auf die gedachte Sammelfläche von etwa einem Quadratkilometer, nicht auf die räumliche Ausdehnung des Netzes, dessen Empfangsstationen bis zu 3000 km vom Kern entfernt liegen. Das SKAO-Konsortium wurde im März 2019 in Rom von sieben Ländern gegründet: Australien, China, Italien, Niederlande, Portugal, Südafrika und Vereinigtes Königreich. Sein Sitz ist das Jodrell-Bank-Observatorium in Cheshire, England.
Die SKA-Mid-Schüsseln stehen auf dem trockenen, rotbraunen Boden der Karoo bei Carnarvon in Südafrikas Nordkap, während die Niederfrequenzantennen in der Murchison-Region Westaustraliens liegen. Beide Standorte sind Funkstillzonen: Die australische wurde am 11. April 2005 zum Schutz des Murchison Radio-astronomy Observatory eingerichtet. Der Zugang ist beschränkt, und elektronische Geräte können die Empfänger stören.
Die Anordnung erfasst Radiowellen mit Wellenlängen von einigen Zentimetern, die durch kosmischen Staub hindurchdringen und dadurch unsichtbare Prozesse sichtbar machen. Diese Technik erlaubt es Forschern, Objekte zu untersuchen, die im sichtbaren Licht verborgen bleiben.
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