Lake Kariba, Stausee am Sambesi, Sambia und Simbabwe.
Der Kariba-See ist ein Stausee am Sambesi zwischen Sambia und Simbabwe, der sich über 280 Kilometer Länge erstreckt und bis zu 97 Meter tief ist. Seine Oberfläche bedeckt 5.580 Quadratkilometer und bildet damit eine der größten künstlichen Wasserflächen des afrikanischen Kontinents.
Der Bau der Kariba-Talsperre zwischen 1955 und 1959 schuf diesen See und machte die Umsiedlung von 57.000 Menschen der Tonga-Volksgruppe notwendig. Die Flutung des Tals veränderte die Landschaft dauerhaft und bildete eine neue Grenze zwischen den beiden Ländern.
Die lokalen Fischer nutzen noch heute Kanus aus ausgehöhlten Baumstämmen, um auf dem See ihre Netze auszuwerfen und Buntbarsche zu fangen. An den Ufern trocknen sie den Fisch in der Sonne, eine Methode, die seit Generationen weitergegeben wird und die Region mit geräuchertem Kapenta versorgt.
Die besten Aussichten bieten sich vom Damm selbst oder von Bootsfahrten entlang der zahlreichen Buchten und Inseln, die über das Wasser verstreut liegen. Besucher sollten früh morgens oder spät nachmittags kommen, wenn Elefanten und andere Tiere zum Trinken ans Ufer kommen.
Das Wasser enthält 180 Kubikkilometer und ist damit viermal größer als der Stausee der Drei-Schluchten-Talsperre in China. Bei der Flutung entstanden Hunderte kleiner Inseln, auf denen sich heute Wildtiere zurückgezogen haben, die vor dem steigenden Wasser fliehen mussten.
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