Prison Juliette-Dodu, Historisches Gefängnis in Saint-Denis, Frankreich.
Das Gefängnis Juliette-Dodu ist ein ehemaliges Gefängnis in der Rue Juliette-Dodu, einer der geschäftigsten Einkaufsstraßen von Saint-Denis, der Hauptstadt von La Réunion. Das Gebäude ist zweigeschossig und hat einen blassen, verwitterten rosabeigen Putz; an der Eckwand zeigen sich unregelmäßige graue Flecken beschädigten Putzes und dunkle Graffiti nahe dem Boden. Zwei blaue Straßenschilder, oben „Rue Jean Jaurès“ und darunter „Rue Auguste Blanqui“, sind hoch an der Ecke angebracht, und Stacheldrahtrollen verlaufen entlang der Oberkante der angrenzenden Abschnitte.
Das Gefängnis entstand 1718 als Haftblock im Gouverneurspalast und wurde 1771 in eine eigenständige Strafanstalt umgewandelt. Es blieb bis 2008 in Betrieb, als die Insassen in ein neues Gefängnis verlegt wurden.
Straße und Gefängnis tragen den Namen Juliette-Dodu, ohne dass die Quellen sagen, wer sie war. Seit der Schließung im Dezember 2008 fordert ein „Collectif pour la mémoire de la prison Juliette-Dodu“ einen Erinnerungsort auf einem Teil des Geländes, gegen das Projekt mit Sozialwohnungen, Läden und Parkplatz. Die Eckmauer an der Kreuzung Rue Jean Jaurès und Rue Auguste Blanqui zeigt Graffiti und zwei blaue Straßenschilder.
Der Ort ist heute nicht mehr aktiv und wurde seit seiner Schließung nicht vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Interessierte sollten sich vorab informieren, ob Führungen oder spezielle Besuchsprogramme verfügbar sind.
Während archäologischer Ausgrabungen wurden vier alte Mauern aus Vulkangestein gefunden, von denen eine in den bekannten Plänen nicht verzeichnet war. Diese unidentifizierte Struktur wirft Fragen über das ursprüngliche Layout und die Nutzung des Geländes auf.
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