Domaine de Villèle, Historisches Monument in Saint-Paul, Frankreich
Domaine de Villèle ist ein Herrenhaus mit Nebengebäuden aus der Kolonialperiode in Saint-Paul, das Wohnräume, Küchen, Lagerflächen und ein ehemaliges Sklavenhospital umfasst. Die Anlage wird schrittweise in ein Museum zur Kolonialwohnkultur und Sklaverei umgewandelt und zeigt die Infrastruktur einer großen Plantage.
Die Anlage wurde zwischen 1775 und 1778 von Auguste Panon-Desbassayns gegründet und begann mit Kaffeebau, wechselte später zur Zuckerrohrproduktion mit einer Mühle von 1822. Diese Entwicklung zeigt die Wandlung der Wirtschaft der Region über Jahrzehnte.
Das Herrenhaus zeigt Möbel und Kunstgegenstände aus dem täglichen Leben von kreolischen Familien der Kolonialzeit, die die sozialen Unterschiede dieser Epoche widerspiegeln. Besucher sehen hier, wie wohlhabende Plantagenbesitzer während des 18. und 19. Jahrhunderts gelebt haben.
Das Gelände befindet sich an der Mahatma-Gandhi-Straße und ist zu Fuß vom Stadtzentrum erreichbar, wobei die schrittweise Renovierung die Besichtigbarkeit verschiedener Bereiche beeinflussen kann. Es ist ratsam, vorher zu prüfen, welche Teile gerade zugänglich sind, da Arbeiten noch andauern.
Die Anlage behält mehrere Produktionsgebäude aus dem 19. Jahrhundert, darunter eine Kapelle, die zeigen, wie komplette Plantagen-Gemeinschaften organisiert waren. Diese Nebengebäude verdeutlichen den Alltag und die Arbeitsverhältnisse weit besser als viele andere erhaltene Plantagen.
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