Musée de Villèle, Historisches Museum in Saint-Paul, Réunion, Frankreich.
Das Musée de Villèle ist ein Landgut aus der Kolonialzeit, das sich über mehrere Hektar erstreckt und aus einem Herrenhaus, einer Kapelle, einer Küche und einem früheren Spital für versklavte Menschen besteht. Der Ort bewahrt die bauliche und kulturelle Geschichte einer Zuckerrohrplantage auf Réunion.
Das Anwesen wurde von der Familie Panon Desbassayns gegründet und war eine der größten Plantagen zwischen Saint-Gilles und Ermitage. Nach Generationen von Nutzung kam die Anlage 1927 unter neue Verwaltung und wurde später zum Museumsort umgewandelt.
Das Museum zeigt, wie Pflanzer und versklavte Menschen auf der Insel lebten, durch Möbel, Dokumente und Gegenstände des täglichen Lebens. Diese Objekte erzählen von den unterschiedlichen Welten, die auf demselben Landgut existierten.
Das Museumsgelände ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet und kann selbstständig oder mit Führungen erkundet werden, die das Herrenhaus und die Kapelle abdecken. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da das Gelände ausgedehnt ist und man zwischen den verschiedenen Gebäuden umhergeht.
Die Chapelle Pointue wurde 1841 speziell erbaut, um versklavten Menschen religiöse Unterrichtung zu ermöglichen. Dieses schmale, turmförmige Gebäude ist ungewöhnlich für religiöse Bauten und zeigt die spezifischen Bedürfnisse dieser Zeit.
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