Saint-Géran, Französisches Ostindien-Kompanie-Wrack nahe Mauritius.
Das Saint-Géran ist ein französisches Handelsschiff der Ostindien-Kompanie, das in den Gewässern vor Mauritius nahe der Bernsteinsinsel versenkt liegt. Die Ruinen befinden sich auf dem Meeresgrund in einer Position, die Tauchern Zugang zu Überresten wie Kanonen und Ankern ermöglicht.
Das Schiff wurde 1736 in Lorient gebaut und sank 1744 auf seiner vierten Reise durch Navigationsfehler unter dem Kommando von Kapitän Richard de Lamarre. Der Untergang markierte eines der bedeutendsten Ereignisse in der französischen Kolonialschifffahrt und zog sofort die Aufmerksamkeit von Historikern und Schriftstellern auf sich.
Der Schiffbruch inspirierte Bernardin de Saint-Pierre zu seinem literarischen Werk Paul et Virginie, in dem die Protagonistin bei dem Untergang des Schiffes stirbt. Das Wrack ist Teil der lokalen Erzähltraditionen und wird in Museen und Geschichten lebendig gehalten.
Der Wrackplatz liegt in relativ flachem Wasser und ist ein Ziel für Sporttaucher mit grundlegenden Erfahrungen. Die beste Zeit zum Tauchen ist während des Sommers, wenn das Wasser klarer wird und die Bedingungen stabiler sind.
Das Schiff führte Tausende von mexikanischen Silbermünzen mit sich, die zwischen 1739 und 1742 geprägt worden waren und später auf dem Meeresboden verstreut wurden. Eine Glocke aus dem Schiff wurde geborgen und wird heute im Schifffahrtsmuseum von Mahebourg ausgestellt.
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