Ruinen von Kilwa Kisiwani und von Songo Mnara, Mittelalterliche Hafenruinen im Kilwa District, Tansania.
Die Ruinen von Kilwa Kisiwani und Songo Mnara sind die Überreste zweier mittelalterlicher Handelsinseln vor der Küste Tansanias, deren Gebäude aus Korallenstein errichtet wurden. Die beiden Inseln liegen nahe beieinander und beherbergen Moscheen, Paläste, Lagerhäuser und Wohnhäuser aus der Zeit, als diese Orte zu den wohlhabendsten Häfen des Indischen Ozeans zählten.
Kilwa Kisiwani wurde um das 9. Jahrhundert von persischen und arabischen Händlern gegründet und wurde ab dem 13. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Umschlagplätze für Gold und Elfenbein im Indischen Ozean. Im 16. Jahrhundert schwächten portugiesische Angriffe die Stadt erheblich, und nach und nach verfielen beide Inseln bis zur vollständigen Aufgabe.
Der Islam prägte das Leben auf diesen Inseln tief, und die Gebetsräume der Moscheen sind noch heute gut erhalten und besuchbar. Besucher können sehen, wie die religiöse Architektur die gesamte Anlage dominiert und wie die Gemeinschaft um diese Zentren herum organisiert war.
Beide Inseln sind nur per Boot vom Festland aus erreichbar, da es keine Brücken gibt. Eine Führung vor Ort ist empfehlenswert, da viele Bereiche schwer zugänglich sind und die Beschilderung auf dem Gelände begrenzt ist.
Auf Kilwa Kisiwani wurden Münzen geprägt, was zeigen, dass die Stadt eine eigene Währung produzierte und nicht nur auf Tauschhandel angewiesen war. Diese Münzen wurden auch auf der gesamten ostafrikanischen Küste gefunden, was zeigt, wie weit der Einfluss dieser Inseln reichte.
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