Nationalpark Marojejy, Nationalpark im Nordosten Madagaskars
Marojejy ist ein Schutzgebiet im Nordosten Madagaskars mit Regenwald und Berglandschaften, die sich von niedrigen Ebenen bis zu hohen Gipfeln erstrecken. Das Gelände bietet eine Vielfalt an Lebensräumen mit dichten Baumbeständen in tieferen Regionen und offeneren Flächen in den höheren Bereichen.
Das Gebiet wurde 1948 als Reservat gegründet und später als Nationalpark ausgewiesen, um die vielfältigen Waldtypen und Tierwelt zu bewahren. Die Anerkennung durch die UNESCO als Weltnaturerbe erfolgte Anfang 2000er Jahre als Teil eines größeren Regenwaldschutzprogramms.
Die Betsimisaraka und andere lokale Gemeinschaften leben in den umliegenden Dörfern und nutzen traditionelle Jagd- und Sammeltechniken, die seit Generationen weitergegeben werden. Ihre Beziehung zum Wald bleibt eng, auch wenn strenge Regeln zum Schutz der Wildtiere gelten.
Man betritt das Gebiet durch das Dorf Manantenina, wo Führungen zu verschiedenen Camps auf unterschiedlichen Höhen arrangiert werden. Die beste Reisezeit ist während der trockeneren Monate, wenn Wege leichter zu begehen sind.
Der Park beheimatet ein seltenes Lemuren-Tier, das weiße Wollmaki, das nirgendwo sonst auf der Insel zu finden ist. Diese Art hängt von den speziellen Waldbedingungen hier ab und kann in freier Wildbahn nur in diesem Gebiet beobachtet werden.
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