Mayotte, Französisches Übersee-Département im Indischen Ozean, Frankreich
Mayotte ist ein französisches Überseedépartement im Indischen Ozean zwischen Madagaskar und der ostafrikanischen Küste, bestehend aus zwei Hauptinseln vulkanischen Ursprungs mit vorgelagertem Korallenriff. Das Lagune umschließt beide Inseln und bildet eine natürliche Barriere zwischen offener See und den Küsten von Grande-Terre und Petite-Terre.
Die Inseln blieben 1975 unter französischer Verwaltung, als die übrigen Komoren-Inseln unabhängig wurden, und erlangten 2011 den Status als vollwertiges Département. Diese Entscheidung wurde durch lokale Abstimmung bekräftigt und führte zur Integration ins französische Verwaltungssystem.
In den Dörfern tragen viele Frauen noch heute bunte Wickelröcke und dekorieren ihre Gesichter mit weißer Gesichtsmaske aus Holzpaste, einer jahrhundertealten Schönheitstradition. Auf den Märkten vermischen sich französische Baguettes mit getrockneten Mangos und Gewürzmischungen, während Verkäufer zwischen Shimaore, Kibushi und Französisch wechseln.
Flugverbindungen vom internationalen Flughafen Dzaoudzi-Pamandzi stellen Anbindungen zum französischen Festland und zu regionalen Zielen her. Wer die Inseln besucht, sollte auf tropisches Klima mit Regenzeit zwischen November und April vorbereitet sein.
Das Territorium ist das einzige französische Département mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, in dem islamische Rechtspraktiken parallel zum französischen Rechtssystem gelten. Besucher erleben einen Alltag, in dem Moscheen neben Verwaltungsgebäuden stehen und der Freitagsruf zum Gebet durch europäisch geprägte Stadtstrukturen schallt.
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