Kisumu, Hafenstadt im westlichen Kenia
Kisumu liegt am Ostufer des Victoriasees, im westlichen Abschnitt Kenias, wo die Nyanza-Provinz auf das größte Binnengewässer Afrikas trifft. Die breiten Straßen führen vom Stadtzentrum bis zum Hafen, vorbei an niedrigen Gebäuden, Märkten und Uferpromenaden, die einen direkten Blick auf das offene Wasser bieten.
Die britische Kolonialverwaltung gründete den Ort 1901 als Endpunkt der Uganda-Eisenbahn und nannte ihn zunächst Port Florence, nach der Frau des Chefingenieurs. In den 1920er Jahren wurde der Ort in Kisumu umbenannt, das bereits zuvor ein Handelszentrum der Luo-Gemeinschaft gewesen war, und entwickelte sich rasch zum wichtigsten Hafen am kenianischen Ufer des Sees.
Der Name stammt von dem Luo-Wort "Kisuma", das "Ort des Tauschhandels" bedeutet und auf die lange Geschichte als Markt- und Handelsplatz hinweist. Auf den Straßenmärkten, besonders rund um den Jubilee Market, hört man heute noch überwiegend Dholuo, die Sprache der größten ethnischen Gruppe in der Region, und findet dort frischen Fisch direkt vom See, Gemüse und lokales Handwerk.
Der internationale Flughafen liegt etwa 10 Kilometer (6 Meilen) westlich des Stadtzentrums und bietet tägliche Direktverbindungen nach Nairobi, während der Hafen regelmäßige Fähr- und Frachtverbindungen zu tansanischen und ugandischen Städten unterhält. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei Motorradtaxis und Kleinbusse die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtgebiet darstellen.
Vor der Küste bei Dunga Beach, wenige Kilometer südlich der Stadt, liegt der Hippo Point, ein schmaler Landvorsprung, von dem aus Besucher bei Bootsausflügen Flusspferde in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten können. In der Nähe zeigt das Kit Mikayi, eine Formation aus drei großen Felsblöcken, ein traditionelles Heiligtum der Luo, das noch heute eine spirituelle Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft hat.
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