Kibera, Siedlungsgebiet in Nairobi, Kenia.
Kibera breitet sich über ein Gebiet mit dicht stehenden Wellblechhütten und selbstgebauten Unterkünften aus, die durch ein Netz schmaler Pfade miteinander verbunden sind. Offene Abwasserkanäle verlaufen entlang vieler Wege, während Stromleitungen in alle Richtungen zwischen den niedrigen Dächern gespannt sind.
Die ersten Bewohner ließen sich nach dem Ersten Weltkrieg nieder, als sudanesische Soldaten vom britischen Militär Parzellen am Stadtrand erhielten. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Siedlung durch Binnenmigration aus ländlichen Gebieten und wurde zu einem dauerhaften Wohnviertel ohne rechtliche Anerkennung.
Der Name stammt aus der Sprache der Nubier und bedeutet Wald oder Dschungel, auch wenn heute kaum Bäume das Gebiet prägen. In den engen Gassen treffen sich Bewohner an Kiosken und kleinen Läden, die als soziale Treffpunkte dienen und den Alltag strukturieren.
Besucher sollten nur mit anerkannten Gemeinschaftsinitiativen und nie allein durch das Gebiet gehen, da viele Wege schlecht beleuchtet und schwer zu navigieren sind. Respektvolle Kleidung und Zurückhaltung beim Fotografieren sind wichtig, um die Privatsphäre der Bewohner zu wahren.
Ein Eisenbahngleis teilt die Siedlung in zwei Hälften und dient Bewohnern als Gehweg, obwohl täglich Züge durchfahren. Lokale Künstler bemalen einzelne Hauswände mit bunten Motiven, die der monotonen Blecharchitektur Farbe verleihen.
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