Uganda-Bahn, Koloniale Eisenbahnlinie zwischen Mombasa und Viktoriasee, Kenia
Die Uganda Railway ist eine Eisenbahnlinie zwischen Mombasa am Indischen Ozean und dem Victoriasee in Kenia, die eine Strecke von etwa 1060 Kilometern zurücklegt. Die Strecke überwindet einen Höhenunterschied von rund 2000 Metern und durchquert unterschiedliche Landschaften vom Küstentiefland bis zum ostafrikanischen Hochland.
Die britische Kolonialverwaltung begann 1896 mit dem Bau der Eisenbahn, um Handelswege zwischen der Küste und dem Landesinneren zu schaffen und die Kontrolle über Ostafrika zu sichern. Die Strecke wurde 1903 offiziell eröffnet und verband erstmals den Indischen Ozean mit dem Victoriasee per Schiene.
Während der Bauarbeiten zwischen 1896 und 1903 kamen tausende Arbeiter aus dem indischen Subkontinent nach Ostafrika und brachten ihre Essgewohnheiten mit. Diese Einflüsse sind bis heute in der kenianischen Küche sichtbar, wo Gerichte wie Chapati und Samosa zum Alltag gehören.
Die Eisenbahn befördert Güter und Passagiere zwischen den wichtigsten kenianischen Städten und bietet eine Alternative zum Straßenverkehr durch unterschiedliche geografische Regionen. Züge fahren in der Regel langsamer als moderne Verkehrsmittel, ermöglichen aber den Blick auf Landschaften entlang der historischen Strecke.
Während der Bauarbeiten in der Region Tsavo zwischen 1898 und 1899 töteten zwei männliche Löwen zahlreiche Arbeiter und hielten den Bau monatelang auf. Colonel John Henry Patterson erschoss schließlich beide Tiere, deren präparierte Körper heute im Field Museum in Chicago ausgestellt sind.
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