Tromelin, Abgelegene Verwaltungsinsel im Indischen Ozean, Frankreich
Tromelin Island ist ein Koralleneiland im Indischen Ozean, das zu den verstreuten französischen Besitzungen zählt und etwa 1700 Meter lang sowie 700 Meter breit ist. Das flache Gelände erhebt sich maximal sieben Meter über dem Meeresspiegel und besteht aus aufgeworfenem Korallensand ohne natürliche Süßwasserquellen.
Der französische Seefahrer Jean Marie Briand de la Feuillée entdeckte das Eiland 1722 auf einer Fahrt nach Indien. Frankreich erhob am 29. November 1776 offiziell territoriale Ansprüche, die bis heute bestehen bleiben.
Archäologische Ausgrabungen aus dem Jahr 2006 brachten Alltagsgegenstände und Strukturen ans Licht, die zeigen, wie madagassische Schiffbrüchige auf dem Eiland über fünfzehn Jahre überlebten. Die Fundstücke erzählen von den Überlebensstrategien und dem Erfindungsreichtum der gestrandeten Menschen in extremer Isolation.
Der Zugang erfordert spezielle Genehmigungen der französischen Behörden, da es sich um ein kontrolliertes Verwaltungsgebiet handelt. Es gibt keine dauerhaften Einrichtungen oder Infrastruktur für Besucher, und Aufenthalte sind ausschließlich für Forschungs- oder Wartungszwecke möglich.
Nach der Rattenbekämpfung im Jahr 2005 entwickelte sich das Eiland zu einem wichtigen Brutgebiet für Maskentölpel und Rotfußtölpel. Die beiden Seevogelarten nutzen nun die unbewohnte Fläche zur Aufzucht ihrer Jungen ohne Bedrohung durch eingeführte Raubtiere.
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