Bajuni-Inseln, Inselgruppe vor der südlichen Küste Somalias.
Die Bajuni-Inseln sind eine Inselgruppe vor der südsomalischen Küste, die aus sechs Hauptinseln besteht: Chandra, Chovaye, Chula, Koyama, Darakasi und Ngumi. Sie erstrecken sich entlang des Indischen Ozeans in der Nähe von Kismayo und bieten Siedlungen sowie Fischereianlagen.
Die Inseln waren in antiken Zeiten wichtige Handelsknotenpunkte für somalische Imperien und verbanden Kaufleute und Fischer mit Zivilisationen rund um den Indischen Ozean. Diese strategische Position machte sie zu einem Zentrum des maritimen Austauschs über viele Jahrhunderte hinweg.
Die Bewohner leben von traditionellem Fischfang und Seehandel, wobei hölzerne Dhows das wichtigste Verkehrsmittel zwischen den Inseln und dem Festland sind. Diese Praktiken prägen bis heute das tägliche Leben der maritimen Gemeinschaften.
Chula ist die bevölkerungsreichste Insel und bietet grundlegende Einrichtungen für Bewohner und Besucher. Die Inseln sind hauptsächlich mit Booten zu erreichen, daher sollten Besucher sich auf einfache Bedingungen und wenig entwickelte Infrastruktur einstellen.
Auf der Insel Chovaye finden sich ausgedehnte Ruinen einer früheren Siedlung, die britische Offiziere im frühen 20. Jahrhundert dokumentierten. Diese archäologischen Überreste zeigen, dass die Insel einst dichter besiedelt war als heute.
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