Französische Südgebiete und -meere, Naturschutzgebiet im südlichen Indischen Ozean, Französische Süd- und Antarktisgebiete.
Die Réserve naturelle nationale des Terres australes françaises ist ein Schutzgebiet im südlichen Indischen Ozean, das vier Inselgruppen umfasst: Crozet, Kerguelen sowie Saint-Paul und Amsterdam. Es erstreckt sich über Felsenküsten, Hochmoore, offene Meeresgebiete und Korallenriffe, die Lebensräume für Seevögel, Robben und Meeressäuger bieten.
Das Schutzgebiet wurde 2006 gegründet und in den Jahren 2016 und 2022 erheblich erweitert, wodurch es zu einem der größten Meeresschutzgebiete der Welt wurde. Die Inseln selbst wurden von Frankreich im 18. und 19. Jahrhundert beansprucht, nachdem Seefahrer und Wissenschaftler sie erstmals erkundeten.
Die Inseln sind Heimat riesiger Kolonien von Königs- und Makaronipinguinen, die man an den Stränden in großer Zahl beobachten kann. Wer die Gelegenheit hat, diese Orte zu besuchen, erlebt eine Tierwelt, die kaum menschlichen Einfluss kennt.
Der Zugang zu diesem Gebiet erfordert eine besondere Genehmigung der Verwaltung der Terres australes et antarctiques françaises, und Besuche sind daher sehr selten. Die meisten Menschen, die dorthin gelangen, tun dies im Rahmen wissenschaftlicher Expeditionen oder genehmigter Kreuzfahrten.
Das Gebiet umfasst die einzige Zone der Welt, in der kommerzielle Fischerei vollständig verboten ist und in der diese Regel seit ihrer Einführung konsequent durchgesetzt wird. Diese strikte Regelung hat dazu geführt, dass die Meerespopulationen in diesen Gewässern spürbar stabiler sind als in den meisten anderen Teilen des Ozeans.
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