Pulosari, Stratovulkan in Pandeglang Regency, Banten, Indonesien.
Pulosari ist ein Stratovulkan in der Regentschaft Pandeglang, Banten, in Westjava. Die 300 Meter tiefe Calderawand enthält aktive Solfataren, und im Gestein wurden Basalt, Andesit und Pyroxen nachgewiesen. Am Fuß des Berges liegen im Dorf Sukasari neun Reinigungsbecken; das größte, Citaman, umfasst 941,58 Quadratmeter und ist nach Geschlechtern getrennt.
Pulosari hat keine bekannten Ausbrüche; ein Bericht von 1875 beschreibt nur einen Krater von etwa 800 Schritten Durchmesser mit kochendem Schlamm und schwefelhaltigen Gasen. Im 10. Jahrhundert stand unter dem Sunda-Königreich ein Hindutempel auf dem Hochland, und fünf Caringin-Statuen von dort befinden sich heute im Nationalmuseum in Jakarta. Im 16. Jahrhundert lebte Hasanuddin von Banten fast ein Jahrzehnt auf dem Berg, und 800 Priester unter Prabu Pucuk Umun traten zum Islam über.
Lokale Überlieferung berichtet, dass im 16. Jahrhundert 800 Priester unter Prabu Pucuk Umun auf dem Berg lebten. Hasanuddin von Banten hielt sich dort fast ein Jahrzehnt auf, und Bekehrte mussten als Wächter bleiben; wer sich weigerte, zog in die südlichen Berge. Die Caringin-Statuen, heute im Nationalmuseum Jakarta, wurden nahe dem Krater gefunden.
Die Gegend lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei die Thermalbäder unterhalb des Gipfels das ganze Jahr über zugänglich sind. Besucher sollten festes Schuhwerk und Wasser mitbringen, da der Weg steil sein kann.
An den Hängen und in den umliegenden Reisfeldern findet man alte Megalithstrukturen, darunter den Stein von Cidaresi Bergores mit rätselhaften dreieckigen Schnitzereien. Diese prähistorischen Artefakte deuten auf eine sehr alte Besiedlung der Gegend hin.
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