Batavia, Ehemalige Kolonialhauptstadt in Jakarta, Indonesien
Batavia war eine befestigte Hafensiedlung an der Nordküste Javas, die als Verwaltungs- und Handelszentrum einer überseeischen Kolonie diente. Die Anlage erstreckte sich über mehrere Quadratkilometer und kombinierte europäische Stadtplanung mit tropischen Bedingungen durch ein System von Wasserstraßen und Verteidigungsbauten.
Im frühen 17. Jahrhundert errichteten niederländische Kaufleute auf dem Gelände einer lokalen Ansiedlung eine neue Stadt, die zum Hauptstützpunkt ihrer Handelsoperationen in Asien wurde. Über zwei Jahrhunderte wuchs der Ort zu einem bedeutenden Hafen, bis die Verwaltung Mitte des 20. Jahrhunderts an eine unabhängige Regierung überging.
Die Siedlung bildete separate Viertel für verschiedene Bevölkerungsgruppen, wobei die Europäer in höher gelegenen Wohngebieten lebten und die Händler ihre Geschäfte entlang der Kanäle führten. An den Ufern arbeiteten Menschen in Lagerhäusern und auf Märkten, während Schiffe täglich Waren aus den indonesischen Inseln und fernen Handelsrouten brachten.
Das historische Stadtzentrum lässt sich zu Fuß erkunden, wobei mehrere erhaltene Gebäude heute als Museen dienen. Die Straßen und Plätze können bei Hitze anstrengend sein, daher empfiehlt sich ein Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag.
Der ursprüngliche Name bezieht sich auf einen germanischen Stamm aus dem Rheingebiet, den die damaligen Gründer als ihre mythischen Vorfahren betrachteten. Diese ungewöhnliche Namenswahl verband eine tropische Inselstadt symbolisch mit den fernen Flusslandschaften Nordeuropas.
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