Kampung Naga, Traditionelles sundanesisches Dorf in Tasikmalaya, Indonesien.
Kampung Naga ist ein Dorf im Tal des Ciwulan-Flusses in West-Java, wo etwa hundert Familien in Holzhäusern mit langen Grundrissen und Dächern aus getrocknetem Gras leben. Die Siedlung liegt tiefer als die umliegenden Felder und ist von steilen Hängen umgeben.
Der Ort erhielt seinen Namen aus dem sundanesischen Ausdruck für einen Platz am Rand einer Klippe, der sich im Laufe der Zeit veränderte. Die Gemeinschaft bewahrt seit Generationen ihre Lebensweise und verbindet dabei Elemente aus verschiedenen religiösen Einflüssen.
Die Bewohner nutzen ausschließlich Materialien aus der Umgebung für den Bau ihrer Häuser und fertigen viele Alltagsgegenstände noch von Hand. Besucher sehen oft Frauen beim Weben von Textilien und Männer bei der Herstellung von Werkzeugen aus Bambus und Holz.
Der Zugang erfolgt über eine lange Steintreppe, die vom Straßenniveau hinab ins Tal führt und einen gewissen Aufwand beim Auf- und Abstieg erfordert. Die Lage zwischen Tasikmalaya und Garut macht das Dorf gut erreichbar für Reisende in der Region.
Die Gemeinschaft erntet Reis zweimal im Jahr von fruchtbarem Boden und bewahrt gleichzeitig einen heiligen Wald, der die Gräber der Vorfahren beherbergt. Dieser Wald bleibt für Außenstehende meist unzugänglich und wird nur zu bestimmten Anlässen betreten.
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