Kauman Great Mosque, Königliche Moschee im Zentrum von Yogyakarta, Indonesien
Die Kauman-Hauptmoschee ist eine Gebetsstätte in Yogyakarta, umgeben von einer Mauer, mit einem dreistufigen Pyramidendach, das von einem Metallornament gekrönt wird und auf massiven Pfeilern ruht. Das Innere des Gebetsraums ist offen gestaltet, ohne Trennwände, und die Wände sind weiß gestrichen.
Der Sultan Hamengkubuwono I. ließ die Moschee zwischen 1773 und 1775 errichten, gemeinsam mit dem religiösen Führer Kyai Faqih Ibrahim Diponingrat und dem Baumeister Kyai Wiryokusumo. Im 19. Jahrhundert wurde dem Komplex ein hölzernes Tor hinzugefügt, das den Eingang vervollständigt.
Der Name Kauman bezeichnet das Viertel, in dem sich früher islamische Gelehrte niedergelassen haben, und dieser Charakter ist bis heute spürbar. Viermal im Jahr kommen die königliche Familie und die Gemeindemitglieder zusammen, um besondere Gebete zu verrichten, begleitet von Gamelan-Musik, was die enge Verbindung zwischen javanischer Hofkultur und dem Glauben sichtbar macht.
Der Komplex hat zwei Eingänge, einen im Osten und einen im Norden, beide ebenerdig und gut erreichbar. Der Gebetsbereich für Frauen befindet sich auf einer oberen Ebene, und seitlich gibt es einen separaten Eingang, der der Königsfamilie vorbehalten ist.
48 Holzpfeiler tragen das Dach des Gebetsraums und schaffen so ein offenes Inneres ohne Trennwände. Die genaue Anzahl und Anordnung dieser Pfeiler folgt Grundsätzen, die sowohl auf praktischen als auch auf spirituellen Überlegungen beruhen und tief in der javanischen Bautradition verwurzelt sind.
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