Yogyakarta, Kulturhauptstadt in Java, Indonesien.
Yogyakarta ist eine Stadt auf Java in Indonesien, die sich über vierzehn Bezirke nahe dem Vulkan Merapi erstreckt und traditionelle javanische Bauweise mit neueren Stadtvierteln verbindet. Die Straßen wechseln zwischen belebten Märkten, Schulen und Wohngebieten, durchzogen von schmalen Gassen und breiteren Hauptstraßen.
Nach dem Vertrag von Giyanti im Jahr 1755 gründete Sultan Hamengkubuwana I. die Stadt als eigenständiges Sultanat, das sich von den älteren javanischen Reichen abgrenzte. Diese Gründung legte den Grundstein für eine Region, die bis heute sowohl administrative als auch zeremonielle Funktionen bewahrt hat.
Der Name stammt von der altindischen Stadt Ayodhya und verweist auf die tiefen Wurzeln des hinduistischen und buddhistischen Erbes. Besucher erleben dieses Erbe in den täglichen Opfergaben auf den Straßen und in den Gamelan-Orchestern, die bei Zeremonien und Festen spielen.
Die Anreise erfolgt meist über den internationalen Flughafen Adisucipto, von wo aus regelmäßige Busse und Taxis ins Zentrum fahren. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß oder mit gemieteten Fahrrädern erkunden, während Becaks (Fahrradrikschas) eine langsamere Alternative für kürzere Strecken bieten.
Die Stadt bleibt die einzige in Indonesien, in der ein Sultan echte Regierungsgewalt ausübt und nicht nur eine zeremonielle Rolle innehat. Diese Regierungsform verbindet jahrhundertealte Hoftraditionen mit einer modernen Stadtverwaltung, die sich um Schulen, Straßen und öffentliche Dienstleistungen kümmert.
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