Jalan Malioboro, Zentrale Einkaufsstraße in Yogyakarta, Indonesien.
Malioboro ist eine Einkaufsstraße im Zentrum von Yogyakarta, die sich über zweieinhalb Kilometer erstreckt und Geschäfte, Hotels, Restaurants und Marktstände verbindet. Die Straße verläuft in nord-südlicher Richtung und ist an den meisten Stellen für den Verkehr geöffnet, mit breiten Gehwegen auf beiden Seiten.
Die Route entstand im 18. Jahrhundert unter Sultan Hamengkubuwono I als offizielle Verbindung zwischen dem Königspalast und dem Tugu-Denkmal im Norden. Die Niederländer nannten sie Boulevard de Keraton und nutzten sie als Hauptverkehrsader während der Kolonialzeit.
Der Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet "Kranz aus Blumen", eine Beschreibung, die sich auf die Fülle an Waren und Aktivitäten entlang der Route bezieht. An beiden Straßenrändern sitzen Händler auf Strohmatten und bieten ihre Produkte direkt vom Boden aus an, während Musiker mit Gamelan-Instrumenten spielen.
Die meisten Geschäfte öffnen morgens und bleiben bis spät am Abend geöffnet, während die Straßenstände oft bis nach Mitternacht aktiv sind. Man kann zu Fuß gehen oder ein Becak (Fahrradrikscha) oder Andong (Pferdekutsche) für kürzere Strecken nehmen.
Die Straße bildet eine kosmologische Achse zwischen dem Vulkan Merapi im Norden und dem Königspalast im Süden, die in der javanischen Kosmologie eine spirituelle Verbindung zwischen Himmel, Erde und Mensch darstellt. Diese unsichtbare Linie spielt bis heute eine Rolle bei zeremoniellen Prozessionen und Festen der Stadt.
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