Candi Asu, Hindu-Tempel in Sengi, Magelang, Indonesien.
Candi Asu ist ein kleiner, nach Westen ausgerichteter Hindutempel mit quadratischem Grundriss von 7,94 Metern Seitenlänge, einem 2,5 Meter hohen Sockel und einem 3,35 Meter hohen Körper; das Dach ist eingestürzt und die meisten seiner Steine fehlen. Die Außenmauer bildet einen Sockel, während eine Innenmauer als Fundament dient; dazwischen wurden zwei Meter Gestein und Erde eingefüllt und oben gepflastert. An der westlichen Außenmauer blieb ein Mauerwerksblock stehen, der die Treppe bildet.
Der Tempel entstand während der Zeit des Hindu-Einflusses in der Region, wie zwei nahe gelegene Steininschriften namens Prasasti Sri Manggala I und II aus dem Jahr 874 n. Chr. belegen. Diese Inschriften dokumentieren die religiöse Bedeutung des Ortes während jener Epoche.
Die Dorfbewohner benannten den Tempel nach der Nandi-Statue auf dem Gelände: Der steinerne Stier, Shivas Reittier, erschien ihnen wie ein Hund, und 'asu' ist das javanische Wort für Hund. Der Name hält diese dörfliche Deutung des heiligen Bildes fest, keine offizielle Weihe.
Candi Asu liegt am Hang des Merapi, nahe dem Zusammenfluss von Pabelan und Telingsing, etwa 10 km nordöstlich von Candi Ngawen. Die Straße von Mungkid nach Boyolali führt in der Nähe vorbei. Zwei weitere Hindutempel, Candi Pendem und Candi Lumbung, befinden sich in der Nähe und lassen sich auf derselben Fahrt besuchen.
Die Bauweise war ungewöhnlich: Die Handwerker bauten von oben nach unten, legten die Steine in bestimmten Winkeln an. Offenbar war das Bauwerk nie vollständig fertiggestellt, denn größere Abschlussblöcke wurden nie installiert.
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