Sembilang National Park, Nationalpark in Süd-Sumatra, Indonesien.
Der Sembilang-Nationalpark ist ein großes Schutzgebiet mit Mangrovenwäldern, Torfmooren und verschiedenen Waldtypen an der Ostküste von Sumatra. Das Gelände umfasst etwa 200.000 Hektar und verbindet Süßwasserzonen mit Küstenbereichen zu einem komplexen Ökosystem.
Sembilang wurde 2003 zum Nationalpark erklärt. Im Jahr 2018 wurde er zusammen mit dem Berbak-Nationalpark in der Provinz Jambi in das UNESCO-Weltnetz der Biosphärenreservate aufgenommen. Am 15. Januar 2020 berichtete die Jakarta Post, dass die unbewohnte Insel Betet im Park aufgrund des Klimawandels einen Meter unter den Meeresspiegel gesunken sei; zuvor war sie Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tigers.
Der Name des Parks stammt vom Fisch Sembilang (Plotosus canius), einem in seinen Flüssen lebenden Wels. Man erreicht ihn mit einem gecharterten Motorboot von Sungsang aus; Bootsfahrten entlang der Flüsse und Mangroven sind die übliche Art, Delfine und Zugvögel zu beobachten. Die Halbinseln Sembilang und Banyuasin sind die wichtigsten Orte im Park.
Die beste Reisezeit ist Juni bis November. Von Palembang dauert die Anreise etwa eine Stunde auf der Straße, eineinhalb Stunden per Boot und eine weitere Stunde über Land; die indonesische Quelle nennt zudem zwei Stunden mit einem gecharterten Motorboot nach Sungsang und dann zwei Stunden bis zum Park. Für Flüsse und Mangroven ist ein lokaler Führer nötig.
Zugvögel aus Sibirien sammeln sich in großer Zahl in Sembilang, mit einem Höhepunkt im Oktober; ihre Rufe sind über den Wellen der Bangka-Straße zu hören. Der Park beherbergt zudem die weltweit größte Brutkolonie der Milchstorche und eine der größten des Kleinen Adjutanten.
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