Mega Rice Project, Reisproduktionsprogramm in Zentral-Kalimantan, Indonesien.
Das Mega-Reisprojekt ist ein großes Agrarvorhaben in Zentralkalimantan, das Sumpfwälder in Reisanbauflächen umwandelte. Über 1 Million Hektar Moorwald wurden durch ein Netzwerk von etwa 4.000 Kilometern Bewässerungskanälen erschlossen.
Die indonesische Regierung startete das Projekt 1996, um Nahrungsmittelengpässe durch die Umwandlung von Moorland in Reisfelder zu beheben. Die Initiative war eine der größten Landnutzungsänderungen in der Region Südostasiens dieser Zeit.
Das Projekt veränderte die traditionelle Lebensweise der Ureinwohner, die seit Generationen das Moor als Lebensraum nutzten. Ihre angestammten Anbaumethoden wurden durch großflächige Bewirtschaftung ersetzt.
Der Ort ist schwierig zu erkunden, da der abgelegene Lage und das feuchte Klima der Region den Zugang einschränken. Besucher sollten sich auf schlechte Straßenbedingungen, häufige Regenfälle und begrenzte lokale Infrastruktur vorbereiten.
Der Konversion von Moorwald zur Agrarfläche hatte unerwartete chemische Folgen: freiliegende pyritreiche Böden begannen zu oxidieren. Dies führte zur Freisetzung von Schwefelsäure, die das Wasser versauerte und die lokalen Fischbestände stark verringerte.
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