Governorate of Ambon, Gouvernement der Niederländischen Ostindien-Kompanie auf Ambon-Insel, Indonesien.
Die Gouvernorat Ambon war eine niederländische Verwaltungseinheit, die Ambon-Insel und etwa zehn umliegende Inseln im Maluku-Archipel umfasste. Das Territorium war vor allem für die Produktion und den Export von Gewürzen wie Nelken und Muskat bekannt.
Die Niederländer übernahmen Ambon 1605 von den Portugiesen und machten es zur ersten Hauptstadt ihrer Besitzungen in Ostasien. Diese Rolle verlor die Region, als 1619 Batavia zum neuen Verwaltungszentrum der Niederländisch-Ostindischen Kompanie wurde.
In der Region entwickelte sich eine Gemeinschaft, in der portugiesisch beeinflusste Sprache und Handelstraditionen noch bis ins 19. Jahrhundert im Alltag präsent waren. Wer heute durch Ambon geht, entdeckt in lokalen Märkten und alten Vierteln noch Spuren dieser gemischten Geschichte.
Wer sich für diese Kolonialgeschichte interessiert, findet in Ambon-Stadt Museen und erhaltene historische Bauten, die man zu Fuß erkunden kann. Ein Besuch in der kühleren Jahreszeit macht das Umherlaufen angenehmer, da das Klima in der Region ganzjährig warm und feucht ist.
Die niederländische Verwaltung legte genau fest, auf welchen Inseln Nelken angebaut werden durften, und ließ Bestände anderswo zerstören, um den Preis in Europa zu kontrollieren. Diese Praxis nennt sich Extirpatie und hinterließ tiefe Spuren in der lokalen Kultur der Molukken.
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