Fox-Gletscher, Gletscher im Westland Tai Poutini Nationalpark, Neuseeland
Fox Glacier ist ein Gletscher im Westland Tai Poutini National Park in Neuseeland, der sich über 13 Kilometer von den Südalpen herabzieht und dabei 2600 Meter an Höhe verliert, bevor er in der Nähe von Regenwald auf 300 Meter über dem Meeresspiegel endet. Die Gletscherzunge schiebt sich durch ein steiles Tal und liegt an manchen Stellen nur wenige Kilometer vom Tasmansee entfernt, was die Landschaft besonders abwechslungsreich macht.
Der deutsche Geologe Julius von Haast benannte den Gletscher 1865 nach Prinz Albert, doch der Name wurde 1872 zu Ehren von Premierminister Sir William Fox geändert. Diese Umbenennung fiel in eine Zeit, in der europäische Entdecker die Region kartierten und wissenschaftlich dokumentierten, während Māori das Gebiet bereits seit Jahrhunderten kannten.
Der Name Te Moeka o Tuawe stammt aus der Māori-Tradition und erinnert an Tuawe, der bei einem Lawinenunglück ums Leben kam, während seine Gefährtin Hine Hukatere weinte und so das Eis formte. Besucher begegnen dieser Erzählung oft bei Führungen oder auf Informationstafeln entlang der Routen, die zur Gletscherzunge führen oder von Aussichtspunkten aus Blicke auf das Eis erlauben.
Der Zugang zum Gletscher erfordert seit März 2019 einen Hubschrauberflug, nachdem Überschwemmungen und Erdrutsche die Hauptzufahrtsstraße dauerhaft beschädigt haben. Wer die Gegend erkunden möchte, kann zu Fuß Aussichtspunkte im Tal erreichen oder geführte Helikoptertouren buchen, die auf dem Eis landen.
Der Gletscher bezieht sein Eis aus vier alpinen Quellen, wodurch eine dynamische Strömung entsteht, die zwischen 1985 und 2009 entgegen dem weltweiten Rückzugstrend vorrückte. Diese Bewegung hat Forscher überrascht und liefert wertvolle Hinweise darauf, wie lokale Wetterbedingungen und Schneefälle das Verhalten eines Gletschers beeinflussen können, selbst wenn andere schrumpfen.
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