Christchurch Town Hall, Konzerthalle in Christchurch, Neuseeland
Das Christchurch Town Hall ist ein Zentrum für darstellende Künste am Avon, entworfen von Miles Warren und Maurice Mahoney, mit Flachdach, gerippten Traufüberständen auf Betonlamellen und einer zurückgesetzten Glasfassade mit einem wellenförmigen Wandbild und goldener Schrift. Es umfasst einen Saal mit 2.250 Plätzen und das James Hay Theatre mit 750 Plätzen.
Der heutige Bau wurde am 30. September 1972 vom Generalgouverneur Sir Denis Blundell eröffnet und war 1974 Austragungsort der Gewichtheber- und Ringkampfwettbewerbe der British Commonwealth Games. Bodenverflüssigung und seitliche Ausbreitung beim Erdbeben im Februar 2011 führten zur Schließung; im November 2012 stimmten die Stadträte für einen vollständigen Wiederaufbau für 127,5 Millionen Dollar. 2019 wurde er wiedereröffnet, 2020 als denkmalgeschütztes Gebäude der Kategorie I eingetragen.
Das Gebäude ist ein wichtiger Treffpunkt für Künstler und Zuschauer, wo regelmäßig Konzerte, Opern und Ballettaufführungen stattfinden. Die Christchurch Symphony Orchestra nutzt den Saal als ständiges Zuhause und prägt damit das kulturelle Leben der Stadt.
Das Gebäude steht am Ufer des Avon beim Victoria Square; die Hauptlobby öffnet sich zur Kilmore Street hinter zwei Betonpfeilern. Auditorium, James Hay Theatre, Limes Room und Konferenzräume dienen getrennten Veranstaltungen, daher lohnt ein Blick, welcher Saal genutzt wird. Beim Wiederaufbau 2015–2019 wurden unterirdisch Betonpfähle zur Stabilisierung eingebracht.
Der Akustiker Harold Marshall ließ sich von der Royal Festival Hall inspirieren und ließ Reflexionspaneele um den elliptischen Hauptsaal anbringen, eine Lösung, die die moderne Konzertsaalgestaltung prägte. 2015 zählte der Akustikprofessor Trevor Cox den Saal zu den zehn besten Konzertsälen der Welt, und Pierre Boulez nannte ihn „außergewöhnlich“.
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