Fantome Island Lock Hospital and Lazaret Sites, Medizinische Kulturerbestätte auf Fantome Island, Queensland, Australien
Die Fantome Island Lock Hospital and Lazaret Sites sind ein Ensemble aus Krankenhausruinen und Behandlungsgebäuden auf einer abgelegenen Insel nordöstlich von Townsville, Queensland. Zum Gelände gehören Überreste von Patientenunterkünften, Verwaltungsgebäuden und einem Friedhof, die über die bewaldete Insel verteilt liegen.
Die Einrichtungen wurden 1928 eröffnet und dienten bis 1973 als Ort zur Isolierung von Aborigines und Bewohnern der Torres-Strait-Inseln, die an ansteckenden Krankheiten wie Lepra litten. Nach der Schließung wurden die Gebäude aufgegeben, und heute sind nur noch Ruinen erhalten.
Der Friedhof der Insel enthält die Gräber von Menschen, die fern ihrer Familien lebten und starben, darunter viele Aborigines und Bewohner der Torres-Strait-Inseln. Wer durch das Gelände geht, spürt, wie eng die Gemeinschaft der Insassen trotz der erzwungenen Abgeschiedenheit gewesen sein muss.
Die Insel ist nur mit dem Boot erreichbar, und wer das Gelände betreten möchte, benötigt eine Genehmigung aufgrund des Denkmalschutzstatus. Es empfiehlt sich, die Zugangsanforderungen und die Wetterbedingungen im Voraus zu prüfen, da beide die Möglichkeit eines Besuchs beeinflussen.
Die Insassen legten auf der Insel Gärten an und bauten einen Teil ihrer eigenen Nahrung an, was dem Alltag in der erzwungenen Isolation eine gewisse Struktur gab. Diese Gärten zeigen, dass das Leben auf der Insel nicht nur aus Behandlung bestand, sondern auch aus praktischer Gemeinschaftsarbeit.
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