Nationalpark Wasur, Nationalpark und Ramsar-Gebiet in Papua, Indonesien
Der Wasur-Nationalpark ist ein weitläufiges Schutzgebiet im Südosten der indonesischen Provinz Papua, direkt an der Grenze zu Papua-Neuguinea. Das Gebiet vereint Feuchtgebiete, Savannen, offene Graslandschaften und Waldstücke, die nebeneinander existieren und sehr unterschiedliche Lebensräume bilden.
Das Gebiet wurde in den 1980er Jahren zum Nationalpark erklärt, nachdem bereits Jahrzehnte zuvor erste Schutzmaßnahmen eingeführt worden waren. Im Jahr 1980 wurde es auch als Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung eingestuft, was seinen Schutzstatus weiter festigte.
Die Kanum-, Marind-, Marori-Men-Gey- und Yei-Völker leben seit Generationen in diesem Gebiet und nutzen die Wälder, Feuchtgebiete und Savannen für ihre tägliche Versorgung. Wer aufmerksam durch die Landschaft geht, bemerkt Spuren menschlicher Nutzung, die sich über Jahrhunderte aufgebaut haben.
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober ist die einfachste Zeit für Besuche, da die Wege durch die Feuchtgebiete dann deutlich begehbarer sind. Der nächste Ausgangspunkt ist Merauke, die Stadt an der Südküste Papuas, von wo aus der Park gut erreichbar ist.
In den 1920er Jahren brachten niederländische Kolonialbeamte Sambar-Hirsche in das Gebiet, eine Tierart, die ursprünglich nicht dort heimisch war, und veränderten damit das ökologische Gleichgewicht dauerhaft. Diese Hirsche sind heute überall im Park zu sehen und gelten ironischerweise als fester Bestandteil der lokalen Tierwelt.
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