Bougainville, Autonome Region im östlichen Papua-Neuguinea
Die Autonome Region Bougainville ist ein selbstverwaltetes Gebiet im östlichen Papua-Neuguinea und erstreckt sich über Bougainville, Buka und mehrere kleinere Eilande im Salomonensee. Die Landmasse umfasst etwa 9.300 Quadratkilometer (3.600 Quadratmeilen) mit gebirgigen Küsten, tropischen Wäldern und verstreuten Siedlungen, die durch Küstenstraßen und Bootswege verbunden sind.
Nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg zwischen 1988 und 1998 erhielt das Gebiet durch ein Friedensabkommen aus dem Jahr 2000 seine Selbstverwaltung. Diese Regelung sollte den Konflikt über Landrechte und Ressourcenkontrolle beenden und schuf einen Rahmen für lokale Regierungsstrukturen.
Die Bewohner verwenden die Upe-Kopfbedeckung als traditionelles Symbol, das auch auf der regionalen Flagge erscheint und die kulturelle Identität der Inseln ausdrückt. Das katholische Leben prägt den Alltag mit 33 Pfarrgemeinden, die sich über die verschiedenen Inseln verteilen und religiöse Feiern organisieren.
Buka dient als Verwaltungssitz und bietet Zugang zu regionalen Büros, Gesundheitsdiensten und grundlegenden Einrichtungen für Besucher, die administrative Angelegenheiten regeln möchten. Reisen zwischen den Inseln erfolgen hauptsächlich mit kleinen Fähren und Booten, da Straßenverbindungen begrenzt sind und sich auf Küstenbereiche konzentrieren.
Ein Referendum aus dem Jahr 2019 zeigte, dass mehr als 98 Prozent der Wähler für vollständige Unabhängigkeit stimmten und damit eine der höchsten Zustimmungsraten bei einer derartigen Abstimmung weltweit erreichten. Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung möglicher Eigenstaatlichkeit, deren rechtliche Umsetzung jedoch noch aussteht.
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