Very Long Baseline Array, Radiointerferometer-Netzwerk in Socorro, New Mexico, Vereinigte Staaten
Das Very Long Baseline Array ist ein Netzwerk aus zehn Radioteleskopen, die über die Vereinigten Staaten verteilt sind und zusammen als ein einziges astronomisches Instrument arbeiten. Jede Station verfügt über eine 25 Meter große Parabolantenne und ein Kontrollgebäude, die gemeinsam Signale aus dem Weltraum empfangen und verarbeiten.
Der Bau des VLBA begann im Februar 1986 und wurde im Mai 1993 abgeschlossen; die Gesamtkosten betrugen rund 85 Millionen Dollar. Die erste astrometrische Beobachtung mit allen zehn Antennen erfolgte am 29. Mai 1993. Finanziert wird die Anlage von der National Science Foundation, betrieben vom National Radio Astronomy Observatory in Socorro, New Mexico.
Der Name der Anlage wird oft zu VLBA abgekürzt, und ihre zehn Stationen reichen von Hawaii bis zu den Jungferninseln. Astronomen beantragen Beobachtungszeit und können das Green Bank Telescope, das Very Large Array und Effelsberg in Deutschland hinzuziehen, eine Konfiguration namens High-Sensitivity Array. Die Daten werden auf Festplatten aufgezeichnet und zur Verarbeitung nach Socorro in New Mexico gebracht.
Die Stationen liegen in abgelegenen Gebieten, um Störungen durch Funksignale zu vermeiden, und sind oft nur nach längerer Fahrt erreichbar. Die Standorte sind in der Regel nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber einige bieten gelegentlich Besuchstage oder Informationstafeln an.
Die Signale der einzelnen Antennen werden auf Festplatten aufgezeichnet und zur Zentrale transportiert, wo sie mit atomaren Uhren synchronisiert werden. Dieses Verfahren erlaubt es, Bilder mit einer Auflösung zu erzeugen, die etwa 50-mal schärfer ist als die des Hubble-Weltraumteleskops.
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