Hualālai, Schildvulkan im Hawaii County, Vereinigte Staaten
Hualālai ist ein breiter Schildvulkan, der 2.521 m hoch aufragt und der westlichste der fünf Vulkane der Insel Hawaiʻi ist. Sein Gipfel hat keine Caldera, nur einen Einsturzkrater von etwa 0,48 km Durchmesser auf einem kleinen Lavaschild, und drei Riftzonen reihen über 100 Schlacken- und Spatterkegel auf. Die Oberfläche besteht überwiegend aus alkalischem Basalt; Trachyt tritt nur am Puʻu Waʻawaʻa auf, einem 372 m hohen Kegel nördlich des Gipfels.
Der Hualālai trat vor rund 300.000 Jahren über den Meeresspiegel und erreichte vor etwa 100.000 Jahren das Post-Schild-Stadium, als Bimsstein- und Trachyt-Eruptionen den Puʻu Waʻawaʻa aufbauten. In den letzten 1.000 Jahren brach er nur dreimal aus, zuletzt 1801, als die Huehue-Lava bei Keahole, 11 km nördlich von Kailua-Kona, die Küste erreichte. 1929 erschütterte ein über einen Monat andauerndes Erdbebenschwarm den Vulkan, wohl durch aufsteigendes Magma nahe dem Gipfel.
Der Name Hualālai stammt aus dem Hawaiianischen. An seiner Westküste lagen schon vor der schriftlichen Überlieferung mehrere königliche Anlagen, und Kailua-Kona am Südosthang baut den Kona-Kaffee an, für den die Stadt bekannt ist. Heute stehen an dieser Küste Ferienanlagen auf historischen Lavaströmen, neben einem National Historical Park.
Das Gelände ist relativ trocken und exponiert, daher sollte man Wasser mitbringen und ausreichend Schutz vor der Sonne einplanen. Wer das Gebiet erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk tragen, da die Lavafelder uneben und scharf sind.
Der Puʻu Waʻawaʻa, ein 372 m hoher Kegel von über 1,6 km Durchmesser nördlich des Gipfels, besteht aus Trachyt, einer kieselsäurereichen Lava (über 62 %), die auf keinem anderen Vulkan der Insel vorkommt. Seine zähen Ströme begannen vor etwas mehr als 100 000 Jahren mit einer Bimssteineruption und formten den Puʻu-Anahulu-Rücken. Die Laven des Hualālai führen zudem große Xenolithe aus Mantelgestein.
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