Beringmeer, Nördliches Randmeer zwischen Alaska, USA und Russland.
Das Beringmeer ist ein Randmeer des Pazifiks zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und dem amerikanischen Bundesstaat Alaska, das sich über mehr als 2 Millionen Quadratkilometer erstreckt. Tiefe Becken wechseln sich mit flachen Schelfzonen ab, die besonders im Süden und Westen große Fischgründe bilden.
Das Meer erhielt seinen Namen nach dem dänischen Seefahrer Vitus Bering, der 1728 im Auftrag des russischen Zaren die Meerenge zwischen Asien und Amerika erforschte. Während der letzten Eiszeit bildete sich hier eine Landbrücke, die den Übergang von Tieren und später von Menschen zwischen den Kontinenten ermöglichte.
Einheimische entlang der Küsten des Meeres leben seit Jahrhunderten vom Fischen und von der Jagd auf Robben und Wale, wobei sie ihre Kenntnisse über Strömungen und Wettermuster weitergeben. An beiden Ufern teilen russische und amerikanische Gemeinden ähnliche Techniken beim Trocknen von Fisch und bei der Verarbeitung von Meerestieren.
Im Norden bildet sich im Winter eine dicke Eisschicht, während die südlichen Gewässer das ganze Jahr über schiffbar bleiben. Boote und Fischkutter fahren vor allem zwischen Mai und Oktober, wenn das Wetter stabiler ist und die Sicht besser wird.
Am 18. Dezember 2018 explodierte über dem Meer ein Meteor und setzte Energie frei, die ungefähr 49 Kilotonnen entsprach, also mehr als das Dreifache der Hiroshima-Bombe. Wissenschaftler entdeckten das Ereignis erst Monate später durch Datenanalyse, da es in einer entlegenen Region stattfand und keine direkten Zeugen gab.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.