Harding Icefield, Eisfeld auf der Kenai-Halbinsel, Vereinigte Staaten.
Das Harding Icefield ist eine riesige Eisfläche in den Kenai Mountains im Süden Alaskas, auf der sich über 30 Gletscher befinden. Die Landschaft besteht aus schneebedecktem Hochland mit zahlreichen Gletscherzungen, die das Gesamtbild einer nordischen Eiswelt prägen.
Die Bewohner von Seward beachteten das Eisfeld kaum, bis 1922 der Spruce-Creek-Trail angelegt wurde; der angekündigte Besuch von Präsident Warren G. Harding gab dem Eis seinen Namen. 1936 scheiterte der Schweizer Einwanderer Yule Kilcher, später Staatssenator, bei dem Versuch, es zu überqueren. Die erste dokumentierte Durchquerung gelang im Frühjahr 1968: Zehn Personen zogen in acht Tagen vom Chernof-Gletscher zum Exit-Gletscher und erstbestiegen dabei den 2015 Meter hohen Truuli Peak.
Das Eisfeld trägt den Namen von Warren G. Harding, dessen zugesagter Besuch in Alaska 1922 genügte, um ihm diesen Namen zu geben. Der damals angelegte Spruce-Creek-Trail ermöglichte den Bewohnern von Seward erstmals den Blick auf die oberen Teile. Der Exit-Gletscher, über eine Stichstraße vom Seward Highway erreichbar, ist der am leichtesten zugängliche Auslass.
Der Zugang erfolgt über einen Wanderweg, der bei einem bekannten Gletscher beginnt und bergauf führt, mit Ausblicken auf die umgebende Eisfläche. Besucher sollten auf wechselnde Wetterbedingungen vorbereitet sein und angemessene Ausrüstung für alpine Bedingungen mitbringen.
Eine automatisierte Wetterstation steht oberhalb des Exit-Gletschers am Nordrand des Eisfelds, nicht auf einem Felsgipfel im Eis. Das Eisfeld erhält jährlich über 400 Zoll (10 m) Schnee; sein Klima gilt als Tundra- oder Alpenklima (Köppen ET).
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