Volcán de Agua, Stratovulkan im Departement Sacatepéquez, Guatemala.
Volcán de Agua ist ein Stratovulkan mit perfekt symmetrischem Kegel in der Provinz Sacatepéquez, der sich 3760 Meter (12336 Fuß) über den Meeresspiegel erhebt. Dichter Nebelwald bedeckt seine unteren Hänge, während die oberen Bereiche in offene Graslandschaft mit verstreuten Felsen übergehen.
Der Berg entstand vor etwa 20000 Jahren durch eine Abfolge von Eruptionen, die nach einer frühen Phase vulkanischer Aktivität endeten. Im September 1541 löste ein Erdbeben einen katastrophalen Schlamm- und Schuttabgang aus, der die erste Hauptstadt Guatemalas zerstörte.
Die indigenen K'iche' und Kaqchikel bezeichnen den Berg traditionell als Hunahpú nach einer wichtigen Figur aus ihrem heiligen Buch. Viele Einheimische betrachten den Gipfel weiterhin als Kraftort und pflegen dort spirituelle Praktiken.
Der Aufstieg beginnt im Dorf Santa María de Jesús und dauert etwa vier bis fünf Stunden, wobei man festes Schuhwerk und warme Kleidung für den Gipfel benötigt. Die Tourismus-Polizei begleitet Wanderer oft auf höheren Abschnitten und bietet sowohl Sicherheit als auch Wegführung.
Der Name bedeutet zwar Wasser-Vulkan, doch existierte nie ein Kratersee am Gipfel, wie viele Reisende vermuten. Die Bezeichnung stammt stattdessen von den gewaltigen Wassermengen, die 1541 bei der Katastrophe herabstürzten und die Kolonialstadt begraben haben.
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