Puente Ortiz, Nationale Denkmalbrücke im Zentrum von Cali, Kolumbien.
Die Puente Ortiz ist eine vierbogige Brücke über den Cali-Fluss im Stadtzentrum und die erste Brücke über diesen Fluss. Sie ist das Werk des Franziskaners José Ignacio Ortiz, eines Amateuringenieurs aus Candelaria. Südlich liegen der Parque de Los Poetas, das Teatro Jorge Isaacs und die Kirche La Ermita; nördlich das Centro Administrativo Municipal, Sitz der Stadtverwaltung.
Die erste Brücke über den Cali-Fluss war ein 1734 errichteter Bambussteg, der schnell verfiel. 1835 schlug Bürgermeister Santiago Reyes einen Ersatz vor und bestimmte José Montehermoso zum Bauleiter; die Arbeiten begannen ohne Zustimmung des Gouverneurs. Am 25. Juni 1842 übernahm der Franziskanerpater José Ignacio Ortiz aus Candelaria die Leitung und vollendete die Brücke im Oktober 1845. Per Resolution 109 vom 9. November 2005 wurde sie zum Nationalmonument erklärt.
Der Name der Brücke ehrt Fray José Ignacio Ortiz, den Franziskaner aus Candelaria, der sie 1845 vollendete, während José Montehermoso, Leiter seit 1835, weitgehend vergessen ist. Seit 1986 ist sie wieder Fußgängerbrücke, nachdem Bürger in den 1980er Jahren ihre Öffnung für den Verkehr erwirkt hatten.
Die Brücke verbindet das Stadtzentrum mit dem Nordufer des Río Cali; im Süden liegen der Parque de Los Poetas, das Teatro Jorge Isaacs und die Kirche La Ermita, im Norden das kommunale Verwaltungszentrum. Seit 1986 ist sie für Autos gesperrt und nur Fußgängern vorbehalten. 2011 legten die Arbeiten zur Tieferlegung der Avenida Colombia Teile des Bauwerks von 1840 frei.
Bei den Arbeiten von 2011 zur Tieferlegung der Avenida Colombia kamen Teile der Brückenkonstruktion von 1840 zum Vorschein, darunter die Mauern eines der Widerlager; die Westmauer ahmt römisches Opus caementicium nach. Zudem fand man Tierreste, Geschirr, Keramik, Eisengegenstände und menschliche Überreste, was die Arbeiten verzögerte.
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