Tinigua National Natural Park, Nationaler Naturpark im Departamento Meta, Kolumbien
Der Tinigua-Nationalpark ist ein großes Naturschutzgebiet in Kolumbien zwischen zwei Gebirgsketten, mit dichtem Regenwald und mehreren Flussläufen. Die Landschaft verbindet verschiedene Ökosysteme und bietet unterschiedliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Der Nationale Naturpark Tinigua wurde am 1. September 1989 gegründet und umfasst 2.137,93 km² im Departamento Meta. Im Jahr 2005 stufte BirdLife International ihn als Important Bird Area (IBA) ein. Im Norden und Osten grenzt er an den Nationalpark Sierra de la Macarena, im Westen an den Nationalpark Cordillera de los Picachos.
Der Name des Parks stammt vom Volk der Tinigua, einer indigenen Gruppe der Region. An den Stromschnellen Angostura I und II des Río Guayabero sind Petroglyphen und Piktogramme in den Fels gearbeitet, die Besucher per Boot auf dem Fluss erreichen.
Der Park liegt zwischen den Flüssen Duda und Guayabero; auch Guaduas und Caño Perdido durchziehen ihn, und die Stromschnellen Angostura I gehören zu seinen Orten. Die Anreise ist lang: Straße von Villavicencio oder Flug nach La Macarena, dann Boot. Bei rund 3000 mm Jahresniederschlag und etwa 25 °C Durchschnittstemperatur braucht man Ausrüstung für feuchte Hitze und wenige Einrichtungen.
Das Gebiet fungiert als Übergangspunkt zwischen drei großen Ökosystemen: den Anden, den Orinocos und dem Amazonas. Diese seltene Anordnung erlaubt es Besuchern, unterschiedliche Lebensräume und ihre typischen Tierarten in einem Reisegebiet zu erleben.
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