Chapelle Notre-Dame de la Candelaria, Koloniale katholische Kapelle in Sabaletas, Montebello, Kolumbien.
Die Capilla de Nuestra Señora de la Candelaria ist eine rechteckige Kolonialkapelle von 535 m² in Sabaletas, Montebello. Ihre Wände bestehen aus 80 cm dickem Tapia-Mauerwerk, verputzt mit Kalk und Mist, der Boden ist aus gestampfter Erde. Drei Schiffe trennen Holzpfeiler auf Ziegelmauerwerk, die ein Satteldach aus Tonziegeln ohne Kuppel oder Lichtöffnung tragen. Die schlichte Fassade hat einen kleinen Glockengiebel, einen Rundbogeneingang und darüber ein Fenster; der Vorplatz ist eine Steinplattform mit drei Stufen.
Die Kapelle wurde in der frühen Kolonialzeit des 17. Jahrhunderts erbaut und zeigt die frühe religiöse Architektur der Region. Im Jahr 1984 erhielt sie den Status eines nationalen Denkmals durch eine offizielle Verordnung.
Die Kapelle bewahrt koloniale Altarbilder mit der Jungfrau von Candelaria als Mittelpunkt und Darstellungen der Heiligen Barbara und Antonius. Diese religiösen Kunstwerke prägen das Innere und zeigen die Verehrung dieser Heiligen in der lokalen Gemeinde.
Die Kapelle steht am Ende der einzigen schmalen, unregelmäßigen Straße von Sabaletas auf einer Hochfläche; diese Straße führt direkt zu ihr. Der Innenboden besteht aus verdichteter Erde, die Wände sind 80 cm dick, daher sind die Oberflächen uneben und kühl. Zum Atrium führt eine Steinplattform mit drei Stufen, der einzige gestufte Zugang zum Eingang.
Die silberne Custodia der Kapelle dient zur Ausstellung der geweihten Hostie und ist kein Kelch. Daneben werden alte Paramente, ein kleiner in Quito geschnitzter Christus, die Glocken und einige Gemälde aufbewahrt. Der Christus aus Quito verweist auf Verbindungen zwischen diesem Dorf in Antioquia und den Werkstätten der Real Audiencia de Quito.
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