La Catedral, Gefängniskomplex in Envigado, Kolumbien
La Catedral war ein Gefängniskomplex in Envigado bei Medellín, der sich über drei Hektar im Honey Valley erstreckte. Die Anlage verfügte über einen Fußballplatz, eine Bar und einen Whirlpool, was sie von anderen kolumbianischen Haftanstalten deutlich unterschied.
Pablo Escobar betrat das Gelände im Juni 1991 nach Verhandlungen mit kolumbianischen Behörden und kontrollierte die Einrichtung bis zu seiner Flucht im Juli 1992. Die Regierung schloss den Komplex nach seinem Weggang und übergab ihn später einer religiösen Gemeinschaft.
Die Benediktinermönche leben heute in dem ehemaligen Gebäude und haben es in ein Kloster umgewandelt, das Besucher empfängt. Während der Führungen sprechen die Mönche über Frieden und Versöhnung, Themen die sie in den Alltag ihrer religiösen Gemeinschaft integriert haben.
Das Gelände liegt außerhalb von Medellín in Envigado und kann im Rahmen geführter Besuche besichtigt werden, die den Kampf Kolumbiens gegen den Drogenhandel erklären. Die Touren vermitteln Kontext zur jüngeren Geschichte des Landes und erfordern meist eine vorherige Anmeldung bei den Mönchen.
Ein Teleskop auf dem Gelände ermöglichte es dem Inhaftierten, seine Familienresidenz in Medellín während seines Aufenthalts im Blick zu behalten. Die Anlage wurde mit eigenem Geld gebaut und funktionierte eher wie ein privates Anwesen als ein gewöhnliches Gefängnis.
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