Plaza de Bolívar, Hauptplatz im historischen Zentrum, Bogotá, Kolumbien
Die Plaza de Bolívar ist der Hauptplatz von Bogotá, Kolumbien, mit 13.903 Quadratmetern zwischen Calle 10 und Calle 11 sowie Carrera 7 und Carrera 8. Ihr Belag aus hell- und dunkelgrauen Steinplatten wird von rotbraunen Ziegelstreifen durchzogen, und auf der flachen Fläche bewegen sich Tauben und Fußgänger. Der Platz wird im Norden vom Palast der Justiz, im Süden vom Nationalkapitol, im Osten von der Primatialkathedrale und dem Erzbischöflichen Palast und im Westen vom Liévano-Palast gesäumt.
Der Platz entstand als Plaza Mayor nach der Gründung Bogotás 1538; 1539 wurde an seiner Nordostecke die erste Kathedrale errichtet. Bis 1583 stand hier ein Pranger, danach ein öffentlicher Brunnen, und bis 1861 blieb er Marktplatz und Stierkampfarena. Seit 1821 hieß er Plaza de la Constitución; 1846 ordnete der Kongress die Aufstellung einer Bronzestatue Simón Bolívars von Pietro Tenerani an, wonach der Platz seinen heutigen Namen erhielt.
Der bronzene Simón Bolívar, gestaltet von Pietro Tenerani im Jahr 1846, war das erste öffentliche Denkmal der Stadt. Er steht heute im Zentrum eines Platzes, auf dem Tauben zwischen Spaziergängern, Straßenverkäufern und Besuchern umherflattern, die auf Bänken sitzen oder Fotos machen.
Der Platz ist von vier großen Straßen umgeben, die alle Seiten zugänglich machen und den Zugang zu den umliegenden Regierungsgebäuden und der Kathedrale erleichtern. Am besten besucht man ihn tagsüber, wenn Geschäfte und Museen in der Nähe geöffnet sind und die Sicherheit höher ist.
Der heutige Justizpalast ist das dritte Gebäude an der Nordseite. Das erste von 1921 brannte im April 1948 während des Bogotazo aus; das zweite wurde im November 1985 beim Angriff der M-19 zerstört. Seine Ruine blieb bis 1989 unberührt, und 1998 begann der Bau des jetzigen Gebäudes.
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