Departamento del Chocó, Verwaltungsbezirk im Westen Kolumbiens
Das Departamento del Chocó ist eine Verwaltungseinheit im westlichen Kolumbien, die sich vom Pazifik bis zu den Ausläufern der Anden erstreckt. Die Landschaft umfasst dichte Regenwälder, zahlreiche Flüsse wie den Atrato und den San Juan sowie eine zerklüftete Küstenlinie mit kleinen Buchten.
Die Region war seit Jahrhunderten von Embera-Gruppen bewohnt, bevor spanische Eroberer im 16. Jahrhundert ankamen. Im Jahr 1947 wurde das Gebiet zu einem eigenständigen Departamento erklärt und von der Provinz Antioquia abgetrennt.
Die afrikanischen Wurzeln der Region zeigen sich in Musikstilen wie Chirimía und Currulao, die man bei Festen und Feiern hören kann. Auf den lokalen Märkten verkaufen Händler handwerkliche Arbeiten aus Holz und Pflanzenfasern, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Die meisten Reisenden fliegen nach Quibdó, da die Straßenverbindungen oft durch starke Regenfälle unterbrochen werden. Wer das Gebiet besucht, sollte Regenausrüstung mitbringen und sich auf feuchtwarmes Klima das ganze Jahr über einstellen.
In der Gemeinde Lloró fällt so viel Regen, dass sie zu den feuchtesten bewohnten Orten der Welt zählt. Trotz der Nähe zum Pazifik sieht man an der Küste gelegentlich Buckelwale, die von Juli bis November in die wärmeren Gewässer kommen.
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