San José de Apartadó, Ländliche Landwirtschaftsgemeinschaft in der Region Urabá, Kolumbien
San José de Apartadó ist eine Siedlung in der bergigen Gegend der Urabá-Region nahe der Karibikküste, wo Familien zusammen Felder bewirtschaften. Das Dorf besteht aus verteilten Bauernhöfen und gemeinsamen Anbauflächen, auf denen Getreide, Gemüse und andere Feldfrüchte wachsen.
Die Siedlung wurde 1997 gegründet, nachdem zahlreiche Massaker und Vertreibungen die Region erschüttert hatten. Die Bewohner beschlossen, eine neutrale Zone zu schaffen und sich weigerten, in Kolumbiens bewaffnete Konflikte verwickelt zu werden.
Die Gemeinde ist für ihre Gemeinschaftsernte bekannt, bei der Bewohner zusammen Getreide und Gemüse anbauen. Diese Praxis prägt den Alltag und schafft ein Gefühl der gegenseitigen Unterstützung zwischen den Familien.
Die Gegend ist nur schwer erreichbar und das Gelände ist bergig, daher sollte man gutes Schuhwerk mitbringen. Besucher sollten sich im Dorf erkundigen, da es keine üblichen touristischen Dienste gibt und der Weg zu Fuß oder mit lokalen Führern erfolgt.
Das Dorf betreibt eine eigene Universität für Bauern, wo Bewohner landwirtschaftliche Kenntnisse und Gemeinschaftswerte weitergeben. Diese Schule ist bemerkenswert, weil sie ohne formale staatliche Anerkennung aus lokalen Ressourcen entstand.
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