Totasee, Natürlicher See in Boyacá, Kolumbien
Der Totasee ist ein Gewässer in den Anden von Boyacá auf über 3.000 Metern Höhe. Das Wasser ist kalt und klar, die Uferlinie reicht über mehrere Kilometer und bietet Buchten, flache Stellen und steinige Abschnitte.
Vor Ankunft der Spanier lebten Muisca-Gemeinschaften an den Ufern und nutzten den See für Zeremonien und zur Beobachtung der Sterne. Später wurde das Gebiet für landwirtschaftliche Zwecke erschlossen, was die Struktur der Uferregionen veränderte.
Der Name kommt aus der Sprache der Muisca und bedeutet "See der Tränen", eine Bezeichnung, die Fischer und Bauern bis heute verwenden. Viele Familien aus den umliegenden Dörfern sprechen noch von alten Legenden über versunkene Städte unter dem Wasser.
Die Gegend ist am besten bei trockenem Wetter zu besuchen, da die Wege matschig werden können. Die Höhe macht sich schnell bemerkbar, daher ist es ratsam, langsam zu gehen und genug Wasser mitzunehmen.
Die Felder rund um das Gewässer liefern den Großteil der Frühlingszwiebeln des Landes, was den Ufern eine ungewöhnliche wirtschaftliche Bedeutung gibt. An manchen Stellen sieht man kleine Holzboote, die von Bauern für den Transport der Ernte genutzt werden.
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