Páramo de Santurbán, Bergökosystem in Santander, Kolumbien
Santurbán ist ein Hochgebirgsökosystem im Nordosten Kolumbiens, das sich über feuchte Hänge und Felsformationen auf über 3.900 Metern Höhe erstreckt. Die Landschaft wird von Moosen, Gräsern und verstreuten Teichen durchzogen, die Wasser aus der Luft auffangen.
Die Region wurde seit dem späten 20. Jahrhundert zum Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Bergbauinteressen und örtlichen Wasserschützern. Gerichtliche Urteile beschränkten später die Aktivitäten großer Firmen in sensiblen Zonen des Ökosystems.
Der kolumbianische Begriff Páramo beschreibt eine besondere Landschaft zwischen Gebirgswald und Gletscherzone, die durch Nebelbildung und wechselnde Temperaturen gekennzeichnet ist. Besucher sehen hier bemoostes Gelände mit niedrigen Gewächsen und Bächen, die durch offene Flächen verlaufen.
Das Gelände erfordert warme Kleidung und Regenschutz wegen häufiger Nebel und plötzlicher Temperaturwechsel. Wanderwege liegen meist auf unbefestigtem Untergrund, der bei Nässe rutschig werden kann.
Frailejón-Pflanzen wachsen nur wenige Millimeter pro Jahr und erreichen erst nach Jahrzehnten ihre volle Größe, was sie zu Zeitzeugen langfristiger Klimaveränderungen macht. Ihre wolligen Blätter sind von tausenden feinen Härchen bedeckt, die Nebeltröpfchen direkt aus der Luft fangen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.