Cartagena, Koloniale Hafenstadt im Departamento Bolívar, Kolumbien
Cartagena de Indias ist eine Küstenstadt im Departamento Bolívar an der kolumbianischen Karibikküste, die für ihre erhaltenen Befestigungsanlagen aus Stein bekannt ist. Schmale gepflasterte Straßen führen zwischen mehrstöckigen Gebäuden mit Holzbalkonen hindurch, während der moderne Teil der Stadt sich außerhalb der historischen Stadtmauern über die Bucht erstreckt.
Pedro de Heredia gründete die Stadt 1533 als spanischen Handelshafen für Gold und Sklaven, der schnell zu einem der wichtigsten Umschlagplätze der Karibik wurde. Die massiven Verteidigungsanlagen entstanden im 17. und 18. Jahrhundert als Antwort auf wiederholte Angriffe durch englische, französische und niederländische Freibeuter.
In den Straßen der Altstadt verkaufen Palenqueras in leuchtend bunten Kleidern tropische Früchte und Süßigkeiten in Schalen auf dem Kopf. Abends tanzen Einheimische und Reisende gemeinsam Salsa und Champeta auf den Plätzen, wo Musikgruppen bis spät in die Nacht spielen.
Das tropische Klima bleibt das ganze Jahr über heiß und feucht, wobei von Oktober bis Dezember die heftigsten Regenfälle auftreten. Das historische Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, während Taxis und kleine Motorradtaxis für längere Strecken zum modernen Viertel oder zu den Stränden verfügbar sind.
Die Kirche San Pedro Claver bewahrt die sterblichen Überreste des Missionars, der sein Leben dem Schutz versklavter Afrikaner widmete, die durch diesen Hafen gebracht wurden. Unter den gepflasterten Straßen der Altstadt verlaufen alte Aquäduktkanäle, die Regenwasser zu mehreren unterirdischen Zisternen leiteten.
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