Laguna de Sinamaica, Indigene Wassersiedlung in Zulia, Venezuela.
Die Laguna de Sinamaica ist eine Wassersiedlung mit traditionellen Pfahlbauten, die über natürliche Kanäle verbunden sind. Das gesamte Gebiet erstreckt sich über eine große Fläche und wird vollständig von den Bewohnern als Lebensraum genutzt.
Die Siedlung wurde nach dem Besuch europäischer Entdecker im 15. Jahrhundert benannt, die die Häuser über dem Wasser mit der italienischen Stadt Venedig verglichen. Diese Beobachtung führte zum Namen Venezuelas, was sich von diesem ersten Eindruck der Region ableitete.
Die Anú- und Wayuu-Gemeinschaften leben hier in Holzhütten über dem Wasser und bewahren ihre traditionellen Fischerei- und Handwerkstechniken. Der Alltag wird stark vom Rhythmus der Gezeiten und Jahreszeiten geprägt, was sich in den täglichen Aktivitäten der Bewohner widerspiegelt.
Man erreicht die Lagune am besten mit einem Boot von nahegelegenen Dörfern aus, wo lokale Bootsführer Touren anbieten. Wer hingeht, sollte sich auf feuchtes Wetter vorbereiten und geeignete Kleidung sowie Schuhe mitbringen, die nass werden können.
Kinder der Wassergemeinden nutzen geschnittene Fässer als improvisierte Boote und bewahren damit jahrhundertealte Traditionen der Wassernavigation. Diese praktische Lösung zeigt, wie die Gemeinschaft ihre Umgebung kreativ und nachhaltig nutzt.
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