Colegio de San Ignacio de Loyola Vizcaínas, Educational institution in Mexico City, Mexico
Das Colegio de San Ignacio de Loyola Vizcaínas ist eine religiöse Schule im Zentrum von Mexiko-Stadt, die seit dem 18. Jahrhundert existiert und heute vom Vorschulalter bis zur Oberstufe Unterricht anbietet. Das Gebäude erstreckt sich über einen ganzen Block mit dunkelsteinernen Mauern und barocken Details wie Pilastern und Spitzentürmen, die seinen historischen Charakter prägen.
Die Schule wurde 1732 von der Cofradía Nuestra Señora de Aránzazu gegründet, einer Bruderschaft baskischer Kaufleute aus spanischen Regionen wie Guipúzcoa und Navarra, um verwaiste Mädchen und gefährdete Frauen zu schützen. Das ursprüngliche Design stammte von Architekt Pedro Bueno Basori, wurde aber nach seinem Tod von Miguel José de Rivera vervollständigt.
Das Kollegium war ursprünglich ein Zufluchtsort für verwaiste Mädchen und Witwen im 18. Jahrhundert und behielt diesen Gemeinschaftszweck bei. Heute zeigt sich dieser Charakter in den religiösen Aktivitäten und Zeremonien, die Schüler und Besucher regelmäßig erleben und die die Verbindung zwischen Glaube und Alltagsleben verdeutlichen.
Das Gebäude öffnet sich nicht regelmäßig für Touristenbesuche, lässt sich aber für private Veranstaltungen wie Hochzeiten, Konzerte und Firmenfeiern mieten. Der riesige Innenhof kann bis zu 1.200 Personen aufnehmen, während die kleine Kapelle etwa 350 Plätze bietet.
Das Archiv der Schule wurde von der UNESCO als Gedächtnis der Welt anerkannt, da es wertvollen Dokumenten zur Geschichte weiblicher Bildung in Mexiko während der Kolonialzeit und danach bewahrt. Bemerkenswert ist auch, dass Josefa Ortiz de Domínguez, eine Schlüsselfigur in Mexikos Unabhängigkeitskampf, dort zur Schule ging.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.