Palenque, Gemeindezentrum in Chiapas, Mexiko
Palenque ist das Verwaltungszentrum einer gleichnamigen Gemeinde im nördlichen Chiapas, umgeben von tropischem Regenwald und hügeligem Gelände. Die zentrale Siedlung liegt etwa 60 Meter über dem Meeresspiegel und beherbergt knapp die Hälfte der Gemeindeeinwohner, während sich hunderte kleinere Ortschaften über ein weites Gebiet verteilen.
Pedro Lorenzo gründete die Siedlung im Jahr 1567 während der spanischen Expansion in die Region. Sechs Jahre später erhielt der Ort drei Zeremonieglocken, von denen eine heute noch in der Hauptkirche zu sehen ist.
Der Name stammt vom spanischen Wort für befestigtes Dorf und verweist auf die frühe koloniale Siedlungsgeschichte dieser Gegend. Besucher bemerken heute vor allem die Präsenz indigener Nachfahren der Maya, die in den umliegenden Gemeinden leben und regionale Handwerkskunst sowie Küche weiterführen.
Die zentrale Stadt liegt nur wenige Kilometer von den archäologischen Ruinen entfernt und dient als Ausgangspunkt für Besuche der Maya-Stätten und des umliegenden Dschungels. Das tropische Klima bringt das ganze Jahr über hohe Luftfeuchtigkeit mit sich, wobei die Regenzeit von Juni bis Oktober für intensivere Niederschläge sorgt.
Brüllaffen wagen sich manchmal bis in die bewohnten Straßen vor, angelockt durch Nahrung, nachdem große Teile des umliegenden Waldes gerodet wurden. Die Tiere bewegen sich zwischen den Häusern und suchen in Gärten nach Früchten, ein direktes Zeichen für den Verlust ihres natürlichen Lebensraums.
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